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COSTA RICA Snack in süßsauersalzigscharf.


Oft sind es die einfachen Sachen, die einen großen Effekt haben.
Ein Beispiel dafür ist meiner Meinung nach der Snack, den es tagsüber an der Bar des Hotel Tamarindo gibt: Süße, reife, safttriefende Ananas in mundgerechte Stücke gewürfelt. Daneben ein kleiner Teller mit einer Mischung aus grobem Salz und gemörsertem Chili.
Im ersten Moment war mir gar nicht klar, was ich mit dieser Combo anfangen soll. Dann sehe ich, wie ein anderer Gast ein Stück Ananas auf einen Zahnstocher spießt, in die Salz-Chili-Mischung stippt und genießt.
Das muss man wirklich ausprobiert haben, sonst glaubt man es nicht. Die Geschmacksexplosion hat ein bisschen was von Sterneküche. Vielfältige, unerwartete Aromen vermischen sich und jede Stelle von Gaumen und Zunge wird gefordert. Säure, Salz, Süße und Schärfe vereinigen sich zu echtem Food-Porn.
Das ist „Pura Vida!“ im Mund.


Sangria. SPANISCHE Sonne im Glas.



Hat man noch nie Sangria in Spanien getrunken, ist das schade.
Hat man noch nie Sangria getrunken, ist das ein Frevel.
Für diese Fälle ist die wilde Mischung aus Rotwein und hochprozentigem aus der Hausbar eine Art Bowle.
Für diejenigen, die Sangria schon einmal in Spanien genossen haben, und sie mochten, ist eine zuhause nachprobierte Sangria pure Urlaubserinnerung.
Ich habe diverse Rezepte im Selbstversuch getestet, und festgestellt, dass die ein oder andere Mischung zwar lecker, aber dann doch eher der Kopfschmerz-Tabletten-Industrie zuträglich war.
Fred’s Mischung aus Teneriffa schmeckt und bekommt mir am besten:
Eine Flasche kräftigen, süffigen Rotwein (Weißwein geht auch. Ich mag aber lieber die rote Variante).
Ein halbes Glas Cointreau oder Grand Marnier (je nachdem was die Hausbar hergibt).
Ein Glas Orangensaft (am besten frisch gepresst).
Ein Glas Sprite oder Fanta (quasi als Zuckerersatz).
Frische Früchte (auf jeden Fall eine Zitrone und eine Orange. Dazu gehen wahlweise auch Pfirsiche, Äpfel, Aprikosen oder Bananen) oder in der schweren Not auch eine Dose Obstsalat (gut abtropfen lassen, sonst wird es zu süß).
Eine Zimtstange.
In ein Bowle Gefäß oder eine Karaffe rund einen Viertel bis Halben Liter Eiswürfel aufschichten, die gewürfelten Früchte und die Zimtstange zugeben. Zum Schluss alle Flüssigkeiten zugeben.
Olé und Salud!



FINNLAND: Makeissekoitus und Kotikalja


Schokki & Makeissekoitus
Belgische Schokolade. Lecker.
Schweizer Schokki. Lecker.
Brasilien hat sich neuerdings als Drittes Schokoladen-Lieblings-Land erwiesen.
Und jetzt habe ich sogar noch ein Viertes Schokoladen-Land gefunden: Finnland.
Ich hätte so überhaupt gar nicht damit gerechnet ausgerechnet im hohen Norden so verführerische Süßigkeiten zu entdecken.


Die Fazer Schokoladentafeln sind ein tolles Mitbringsel aus Finnland. Sie stehen in nichts den gängigen guten Marken aus Belgien, der Schweiz oder Deutschland nach.
Auch die Fazer Makeissekoitus brauchen sich nicht hinter Haribo zu verstecken. Ganz im Gegenteil. Unbedingt im Outlet shoppen, oder noch bei den letzten Besorgungen am Flughafen einplanen.

Beerensaft & Kotikalja
Egal, ob es die Pause beim Schneeschuhwandern, Langlaufen, Hunde- oder Rentierschlitten fahren ist. In Lappland wird fast immer warmer Beerensaft angeboten. Sozusagen die Finnische Kinder-Punsch-Variante. In einigen Pausenstationen bin ich allerdings auch über „Kinderbier“ (auch Heimbier) gestolpert. So eine Art leichtes, süßliches Bier.


Per Zufall stolpere ich in einem Supermarkt über eine Fertigmischung, um Heimbier „Kotikalja“ selber herzustellen. Diese Mischung aus Wasser, Malz, Zucker und Hefe kann man ansetzen und bis zu einem geringen Alkoholgehalt gären lassen. Ein tolles Mitbringsel, wie ich finde.


Der Duft BRASILIENS


Ich zehre jeden Tag von der Brasilien-Reise. Ein Trip voller Wunder und großartiger Momente. Ich höre die Insekten zirpen, schmecke den Schweiß auf meinen Lippen, und rieche...
... Ananas.
Ach ja. Wenn mich die Sehnsucht packt, kaufe ich eine reife Ananas, schneide oben und unten eine Scheibe ab und löse das Innenleben vorsichtig säulenförmig aus. Dieses "Ananas-Rohr" einfach über ein Teelicht stülpen.
Sieht hübsch aus und duftet himmlisch.
Jetzt nur noch die Augen schließen, tief durch die Nase einatmen und von Brasilien träumen.

Auf dem AMAZONAS schaukeln


Zugegeben dieses Souvenir ist etwas voluminös. Aber mit viel Seil und etwas Körpereinsatz kann man es zu einem handlichen Päckchen schnüren und als Handgepäckstück transportieren.
Es lohnt sich auf jeden Fall eine Hängematte aus Brasilien mitzubringen.
Ich habe meine an der Copa Capana gekauft. Umgerechnet 10 Euro für ein Prachtstück mit Bordüre. Riesig, toll verarbeitet, superbequem und o r i g i n a l brasilianisch (wo ich mir doch schon keine Havaianas gekauft habe!).
Spezialdübel in die Balkonwand. Fertig ist der Lieblingsplatz, um in Urlaubserinnerungen zu schwelgen.

BRASILIEN: Unschuld vom Lande



Lese ich doch gerade bei Wikipedia, dass mein heißgeliebter Caipirinha übersetzt "Unschuld vom Lande" heißt. Verrückt. Aber im Prinzip auch egal, denn Caipi ist einfach nur saaaaaaaaaaaaaaulecker, und weil nur wenige Zutaten nötig sind, auch relativ simpel herzustellen.

Nur für den Fall, dass jemand das Rezept nicht kennt (wäre aber echt peinlich!):
Eine Limette achteln oder in Scheiben schneiden. In einem Glas mit einem Esslöffel braunem Rohrzucker "verkneten"/stößeln. Das Glas mit zerstoßenem Eis (im Sommer auch gern ganze Eiswürfel) auffüllen. 4cl Cachaca (im Zweifelsfall, wenn gerade nix anderes im Haus ist auch Vodka) über das Eis gießen. Manche mögen zum Abschluss einen Schuss Sprudelwasser, damit es etwas spritziger schmeckt. Mit einem Löffel kurz aufrühren. Fertig!

Nach fertig und nochmal fertig, sieht es dann so aus:




Orchideen. Beauty Babies


Viele Menschen haben sie zuhause auf der Fensterbank stehen.
Kein Baumarkt ohne.
Orchideen.
Wirklich beeindruckend sind die wunderschönen Pflanzen allerdings in den riesigen Bouquets am Flughafen von Singapur oder in Thailändischen Abflug- bzw. Ankunftshallen.
Gegen diese üppige Pracht sind die Rispen zuhause fast mickrig.
Trotzdem liebe ich „meine Beauty Babies“ sehr. Schließlich erinnern sich mich an großartige Reisen in Südostasien.


CHINA: Teeblumen



Meine Chinesische Kollegin hat mir beim Abschied ein kleines Geschenk in die Hand gedrückt. Noch im Flieger nach Frankfurt wühle ich das Päckchen aus meinem Rucksack und öffne neugierig die hübsche Schachtel. Darin ein Glas mit grünen Kugeln. Mein Blick: ratlos!
Erst zuhause dämmert mir mit was ich es zu tun habe: Teeblumen!
Laut Wikipedia „Eine Teerose oder auch Teeblüte, Teeblume, bzw. Tee-Pfingstrose, ist ein kleines dekoratives Bündel aus ausgesuchten (jungen) Teezweigen, die in China traditionell zur Teeherstellung bei besonders feierlichen Anlässen verwendet wird.“
Da die Heimkehr nach einem erfolgreichen Business Trip ein feierlicher Anlass ist, bereite ich sofort eine Kanne des köstlichen (und optisch sehr ansprechenden) Getränks zu.
Lecker!


Eis TAIPEH Style


Auf einem der Nachtmärkte in Taipeh komme ich mal wieder nicht an den Süßigkeiten vorbei.
Das Eis hat es mir angetan.
Der Taiwanesische Eisverkäufer häuft leckere Mango-Stücke auf einen Teller, dann schabt er mit einer Art Sägeblatt feine Eisspäne von einem riesigen Eisklotz. Die Eisspäne schichtet er gekonnt auf die Fruchtstücke. Über diesen leckeren Berg kommen noch Frucht- und Zuckersirup.
Tataaaaa… fertig ist die Taiwanesische Form von Slush-Eis.
Lässt sich leicht zuhause nachmachen: Frische Früchte. Crushed Eis aus dem Mixer. Obenauf gezuckerte Dosenmilch (Milchmädchen) oder Vanillesoße.
Probier mal!

Nigiri, Maki und Co.



Sushi selbst herzustellen ist viel einfacher als man denkt. Vielleicht ist es optisch nicht so perfekt wie vom Sushi-Meister. Vielleicht kann man zuhause auch nicht die Vielfalt wie beim Sushi-Circle zaubern. Aber dafür ist es ein kurzweiliger Riesenspaß.


Sogar die Zutatenliste hält sich in Grenzen: Reisessig, Sushi-Reis, Gari, Wasabi, Nori-Blätter und Soja-Sauce sind schon die Hälfte der Miete. Die andere –zugegebenermaßen weit wichtigere- Komponente ist der rohe Fisch in Sushi-Qualität. Wer Glück hat, hat einen Fischhändler in seiner Stadt, bei dem man mindestens gegen Vorbestellung den frischen, innerhalb von 24 Std tiefgefrorenen Fisch, bestellen kann.


Ich habe mir außerdem vor Jahren schon im Internet ein Sushi-Set bestellt. Kleine Förmchen um Nigiris pressen zu können, und Bambusmatten, um Makis rollen zu können. War nicht teuer und funktioniert prima.
Jetzt steht dem Rollen und Pressen nichts mehr im Weg.

Mindestens genauso viel Spaß wie das Sushi-Zubereiten macht das Dekorieren der Tafel.


Entweder Japanisch schlicht, oder mediterran verspielt. Wie so oft sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wie man sieht, stehe ich auf die überladene Mediterran-Variante.

Viel Spaß und guten Appetit!

Hast Du auch schon einmal Sushi selber gemacht? Wie hat es Deinen Gästen und Dir geschmeckt?


ITALIEN: Ars Espresso

Unsere Unterkunft in Rom haben wir mit Frühstück gebucht. „Das passiert mir nur einmal.“ habe ich mir geschworen. Im Keller des kleinen Hotels giebt es nämlich nur plörrigen Nescafe aus dem Automaten und trockene Brötchen vom Vortag.
Zum Glück liegt auf unserem Weg in die Innenstadt, den wir für unsere Sight Seeing Touren angesteuert haben, eine der unzähligen Espresso-Bars. Der Inbegriff Italienischer Kaffee-Kultur. Ein kleines Ladenlokal mit zeitungslesenden Römern an Stehtischen. Dampfende, fauchende Barista-Maschinen über die volle Länge der Rückseite. Wundervoll aromatischer Kaffee-Duft und das typische Klopfgeräusch des Baristas, wenn er den alten Satz aus den Espresso-Pulver-Trägern in den Müll abklopft.
Hier frühstücke ich jeden Morgen die weltbesten Trapizzini, und genieße den weltbesten Espresso. Karamellbraune Crema, erdiger Mokka-Geschmack ohne auch nur die Andeutung von Bitter. Ars Vivendi! Der perfekte Einstieg in einen Rom-Sight-Seeing-Tag.


Für zuhause habe ich mir eine mittelgroße, Alu- oder Weißblech-Mokka-Kanne und eine passend große, einzelne Elektro-Herdplatte mitgebracht. Nicht nur ein tolles Souvenir, sondern auch etwas, das für mich „typisch Italienisch“ ist. Natürlich schmeckt der Espresso nicht so verführerisch und cremig wie in der authentischen kleinen Bar in Rom, aber trotzdem verschafft das Blubbern und Zischen des fertigen Espressos zusammen mit dem intensiven Kaffeeduft meinen ganz persönlichen Italien-Moment am Nachmittag.


Nachtrag Januar 2017
Um meinem Schatz eine Freude zu machen habe ich meine kleine, original Italienische Espressokanne befüllt (dachte ich) und quasi fertig zum Erhitzen in die Küche gestellt.
Wenige Stunden später erreicht mich der Anruf im Büro „Schatz, die Kaffeekanne riecht ganz komisch, und es kommt kein Kaffee.“ Ich rolle die Augen „Du musst mehr Geduld haben.“.
Nach einigen Minuten eine Nachricht auf dem Handy „Habe die Kanne von der Herdplatte genommen. Es stank unerträglich.“.
Gegen Abend zuhause inspiziere ich meine geliebte Kanne genauer: Oh! Habe ich doch glatt vergessen das Wasser einzufüllen. Mist. Dichtungsring komplett verschmort. Fieser Gummigestank. Kanne im Kannenhimmel.


Seitdem habe ich einen neuen Espressokocher! Sicherer, weil er sich automatisch abschaltet, noch formschöner. Und… ich liebe dieses Teil, weil der tolle Espresso, den es produziert mich an die wunderbare Zeit in Rom erinnert.


KOMMENTARE, übernommen aus dem Original-Post, vor der Archivierung:

Agriturismo23 März, 2017
Für uns Italiener ist Espresso wie eine Religion! Wir haben tagsüber so viele Anlässse, ihn zu trinken, frühmorgens beim Aufstehen, am Vormittag zur Pause, nach dem Mittagessen als Digestif, am Nachmittag bei der nächsten Pause, und manche Leute trinken ihn sogar nach dem Abendessen! Nehmt mir alles weg, aber nicht meinen Espresso!